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TROIA: ein Projekt für den öffentlichen Raum, initiiert von BBM, Beobachter der Bediener von Maschinen

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Die Intention des Kunst-Projektes TROIA ist, das Publikum auf innovative Art mit diesem Thema zu konfrontieren und dabei eine aktive gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den demokratischen Grundrechten voranzutreiben.

Die Premiere von TROIA fand im Juli 2005 beim Festival "Theater der Welt Stuttgart" statt. Danach reiste TROIA nach Bremen.

blaue-stunde10032421430Der Inhalt: Wissenschaft, Technik und Verantwortung
Das Projekt TROIA (1) befasst sich mit dem Thema "Technologien der politischen Kontrolle". Ausgangspunkt bei der Entwicklung des Stoffes ist ein Papier der "STOA"-Kommission der EU (2), das den Stand der Entwicklung von Überwachungs- und Repressionswerkzeugen in Europa untersucht.



Der Auftritt: Öffentlicher Raum
TROIA ist ein transportables Gebäude, das im öffentlichen Raum aufgestellt wird. Es ist eine futuristische, mobile Architektur, die exklusiv für das Projekt entwickelt und gebaut wird. Es ist ein moderner modularer Behälter für TROIA, der als selbständiger Raum auf öffentliche Plätze gestellt wird. Als eine Art "reisender Themenpark" wird er für den temporären Aufenthalt in den Zentren verschiedener Großstädte Europas entworfen.







Das Projekt ist insgesamt eine Mischform aus Theater, lebendiger Inszenierung und Ausstellung und daher für alle denkbaren Bevölkerungsgruppen anziehend. TROIA wird als kollektives "Theaterspiel" inszeniert, mit der Bevölkerung als Akteur, dem öffentlichen Raum als Bühne und den multimedialen technischen Kunstwerken als "Beobachtern". Daher spielt die Platzierung der Aufführung auf innerstädtischen Flächen eine wesentliche Rolle.


invisible100324215230Kunst Theater Information: Vermittlung von Inhalten
TROIA ist "environmental theatre", eine theatralische Kunstform, in der Besucher und Darsteller, öffentlicher Raum und Bühne, Kunst und Architektur ein unkonventionelles Wechselverhältnis eingehen mit der Intention, dabei ein politisch brisantes Gesamt-Kunstwerk entstehen zu lassen.










Die Übersetzung der Inhalte findet auf zwei medialen Ebenen statt:
1. durch technikbasierte Kunst (Medienkunst)
hier können interaktives Video und neuartige Videowalls, mobile robotische Objekte, sog. handheld / wearable devices (Technik am Körper), portable Audioeinrichtungen (headphone-sets), Sendeanlagen, Software und andere (immaterielle) Medien zum Einsatz kommen
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2. durch den Einsatz von Darstellern als verdeckt operierende "agents provocateurs"
Schauspieler, die als solche nicht erkennbar sind, mischen sich unters Publikum, besuchen mit den Gästen die Ausstellung. Ihre zentrale Aufgabe ist, Gespräche anzubahnen, und durch Mundpropaganda oder Kommentare Informationen und Meinungen zu streuen. Didaktik, plakative Demonstration technischer Funktionsweisen und Zurschaustellung von "real-world" Exponaten (z.B. Polizeibewaffnung oä.) werden strikt vermieden.

zeitblom100324215351Experiment Europa
Das Projekt ist ein multimediales Experiment in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen. Die Schauspieler müssen daher den kulturellen Hintergrund des Aufführungslandes kennen bzw. ihm angehören. Zusammen mit ihnen wird das Skript für den jeweiligen Aufführungsland geschrieben. Die regionalen Fassungen können nur mit Kenntnis der kulturellen Register und Teilhabe am kulturellen Gedächtnis sinnvoll entstehen. Das gesammelte "Beobachtungsmaterial", die Dokumente der jeweiligen Veranstaltungen, sollen nach jeder Aufführung entsprechend ausgewertet werden. Hier werden sowohl kulturelle Eigenheiten zutage treten, zugleich wird ein gemeinsamer europäischer Diskurs angeregt.



Netzwerk TROIA: eine "lernende" Installation
TROIA transportiert keine Ideologie, sondern versteht sich als Behälter für Informationen und als Plattform für kontroverse öffentliche Diskurse. In diesem Sinn soll TROIA während einer Aufführungstournee durch Europa inhaltlich von Station zu Station erweitert und ästhetisch ausgebaut werden. Das Kommunikations-Netz der kooperienden Partner und Künstler prägt dabei ganz wesentlich die Entwicklung des Stoffes.


armpod100324214327Bürger und Kunst
Die zentrale Funktion der Anlage ist sozial: die Beteiligung der Bürger steht gleichbedeutend neben dem Kontakt der Institute. TROIA hinterlässt Spuren in der kollektiven Erfahrung, weil es die Bedeutung aktiver Teilnahme am demokratischen Prozeß herausstellt und über Ort und Ereignis Menschen zusammenführt, die hier Gelegenheit zur Begegnung und Debatte vor erhalten. TROIA ersinnt konkrete mediale Maßnahmen, die Erinnerung nach Ausstellungsende wach zu erhalten.






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Projektpartner:
GER: Hannover, Fachbereich Museen und Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Heinz Balzer
A: Wien, Wiener Festwochen, Luc Bondy, Marie Zimmermann
CZ: Prag, FCCA Foundation Center for Contemporary Arts, L. Hlavacek
LT: Kaunas, Meno Teritorja, Daiva Citvarienë
HU: Budapest, C3, Center for Culture and Communication, M. Peternak
GER: Stuttgart, Theater der Welt Stuttgart, Marie Zimmermann
A: Wien, Universität Wien, Philosophisches Institut, Prof. Dr. W. Pircher
UK: Manchester, Omega Foundation, Steve Wright
SL: Maribor, Association for Culture and Education KIBLA, P. Dobrila
UK: University of Newcastle upon Tyne, Visual Neuroscience, Dr. A. Thiele
UK: Manchester, Futuresonic, Drew Hemment
GER: BlinkenArea | BBO
GER: Hamburg, Sunshine Project, Jan van Aken

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TROIA has received a grant from the European Union (Programme Culture 2000).

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