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Der Antrag

oder Das künstlerisch Gewollte durch vernünftige Beschränkung auf das Wesentliche mit dem wirtschaftlich Möglichen in Einklang bringen. Ein Leitfaden zum Abzocken von Fördergeldern in fünf Kapiteln
Ein Stück von BBM
(Olaf Arndt, Zsolt Barat, Janneke Schönenbach, Lars Vaupel)

Sprecherinnen:
Barbara Philipp
Maria Zastrow

Overdubbing:

Ole Wulfers


LÜNEBURG

Do 5.12.2013, 19.30 Uhr
Leuphana Arts Program)
Leuphana Universität, Campus, C.22 (Zeichensaal, neben der Bibliothek)
Scharnhorststr. 1, 21335 Lüneburg


DRESDEN
Fr 13.12.2013 und Sa 14.12.2013, jeweils 20 Uhr

Motorenhalle
Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden (Eingang baubedingt über die Adlergasse 12)


KOPENHAGEN
29.08.2014, 21 Uhr
CBS ART INITIATIVE
Art of Management and Organization Conference
Copenhagen Business School



BBM beschäftigen sich seit 1989 in meist spektakulären Performances mit der Zurichtung des Menschen durch technische, ideologische und architektonische Maßnahmen. Das Arbeitsprinzip ist kollektiv: für die Öffentlichkeit sind keine individuellen Handschriften oder Künstlerpersönlichkeiten erkennbar.

In EPKOT (Experimental Prototype Killers of Tomorrow), einer ihrer jüngeren Inszenierungen (2012), "diskutieren" sechs autonome Kampfroboter menschenrechtliche Aspekte von Drohnen-Einsätzen. Die oft sarkastischen Statements der Roboter in EPKOT, einem phantastischen Hyper-Disneyland der Tötungsapparate, zeigen Grenzen und Fehlentwicklungen einer Politik auf, die sich den fast unbegrenzten Handlungsmöglichkeiten der Apparate anvertraut hat.

In ihrem aktuellen Projekt "Der Antrag" führen BBM einen Gedanken fort, den sie über viele Jahre immer wieder, in zahllosen, zumeist ironischen Varianten formuliert haben: als "Bulldozer", der über die Kunst walzt (Hannover 1990), als Schnellzug in den Neoliberalismus ("Ia.C.E" für documenta IX Stadtprogramm Kassel 1992) oder als anthropologischen Forschungsbericht ("Tax Return", in: „Detailed Report of the TROIA working group on the experimental test marketing of three new products for crowd control“, Vilnius, Prag, Maribor 2006).

BBM untersuchen beständig das Milieu, in dem sie tätig sind. Kunst und Kultur-Verwaltung sind die zwei spannungsgeladenen Pole, zwischen denen sie ihre Möglichkeiten zum Weitermachen ermitteln.

Sie skizzieren in ihren Untersuchungen des "administrativen Imperialismus" zwei konträre Denksysteme, von Kulturproduzenten und Kulturbürokraten, deren Verhältnis von struktureller Gewalt bestimmt ist. Mit administrativen Imperialismus ist analog zum herrschenden Wirtschaftssystem, dem ökonomischen Imperialismus, die Tendenz der Verwaltung gemeint, alle sie umgebenden gesellschaftlichen Felder zu erobern und ihnen ihre eigene Logik aufzuzwingen.

Der Untertitel "Das künstlerisch Gewollte…" ist ein Zitat des Kultursenators Peter Radunski (1997), der als "Kugelblitz" in die Berliner Geschichte einging.


BBM waren 2012-2013 "artists in residence" beim Leuphana Arts Program und schließen mit dieser Performance ihre Residenz ab. Das Residenzprogramm des Leuphana Arts Program wird durch das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur unterstützt.


”Der Antrag” als Teil von ENQuETE ART wird gefördert von der Europäischen Union (EACEA Culture Programme 2007)
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